Der große Sack wirkt günstig, bis ein Teil davon unbemerkt im warmen Küchenschrank liegen bleibt. Bei Kartoffeln entscheidet der verfügbare Lagerplatz mit darüber, welche Einkaufsmenge sinnvoll ist. Ein Haushalt ohne geeigneten Vorratsraum braucht andere Mengen als einer mit einem kühlen Keller. Die Größe des Angebots ist deshalb kein guter Ausgangspunkt für die Vorratsplanung.
Einen Platz mit Lichtschutz suchen
Ganze rohe Kartoffeln brauchen einen kühlen, frostfreien, dunklen und gut belüfteten Platz. Ein Schrank neben dem Backofen kann zwar dunkel sein, wird beim Kochen aber warm. Eine offene Schale am Fenster bietet Luft, jedoch keinen Lichtschutz. Prüfe den vorgesehenen Ort auch zu der Tageszeit, zu der dort Sonne einfällt oder Geräte in Betrieb sind.
Eine geeignete Papiertüte oder ein luftdurchlässiger Sack kann für kleine Mengen ausreichen. Der Behälter sollte sich ohne großen Aufwand öffnen und kontrollieren lassen. Stelle Kartoffeln getrennt von Zwiebeln ab. Vermeide tiefe, vollgestopfte Kisten, in denen beschädigte Knollen unten liegen bleiben. Eine dekorative Box hilft wenig, wenn sie den Inhalt vor allem unsichtbar macht.
Den Einkauf mit einer Mahlzeit verbinden
Überlege vor dem Einkauf, welche Gerichte in den nächsten Tagen tatsächlich geplant sind. Für einen einzelnen Kartoffelauflauf braucht es keinen großen Reservebestand. Wer verschiedene Sorten kauft, kann deren Kochtyp auf einem kleinen Zettel am Behälter festhalten. Das verhindert, dass ein angebrochener Vorrat übersehen wird, nur weil für ein bestimmtes Gericht eine andere Sorte gesucht wurde.
Leere den bisherigen Behälter vor dem Nachfüllen kurz aus. Entferne lose Erde und überprüfe die vorhandenen Knollen. Die ältere, weiterhin einwandfreie Menge kommt gut erreichbar nach vorn. Neue Einkäufe bleiben unterscheidbar, statt sämtliche Kartoffeln zu einem nicht mehr nachvollziehbaren Bestand zu vermischen. Wasche Kartoffeln erst bei der Vorbereitung der Mahlzeit, nicht als Aufräumschritt vor der Lagerung.
Nicht jeden Rest retten wollen
Grüne oder stark keimende Kartoffeln gehören nach den Empfehlungen des BfR aussortiert. Ein bloßer Wechsel in einen schöneren Behälter macht ungeeignete Knollen nicht wieder verwendbar. Verlasse dich bei auffälligen Kartoffeln nicht auf einen Geschmackstest.
Wenn regelmäßig Kartoffeln übrig bleiben, notiere für zwei Einkäufe die gekaufte und tatsächlich verwendete Menge. Daraus lässt sich die nächste Portion besser ableiten als aus einer pauschalen Haltbarkeitsangabe. Die einfachste Verbesserung kann eine kleinere Einkaufseinheit sein, während der vorhandene Lagerbehälter unverändert weitergenutzt wird.



