Ein Joghurtbecher kann aus drei Teilen bestehen: dem Kunststoffbecher, einem abziehbaren Deckel und einer Papierhülle. Wer alles zusammendrückt und in einem Stück wegwirft, spart sich einen Handgriff zu Hause, erschwert aber die spätere Sortierung. Die Trennung klappt am leichtesten direkt nach dem Essen, solange die Teile noch gut erreichbar sind.
Den Becher wirklich ansehen
Prüfe zunächst, ob die äußere Hülle aus Papier einfach abgenommen werden kann. Dann ziehe den Deckel vollständig vom Rand. Das Umweltbundesamt nennt Joghurtverpackungen als Beispiel dafür, dass verschiedene Materialien getrennt entsorgt werden sollen. Für leere Kunststoffverpackungen und passende Metalldeckel ist in Deutschland grundsätzlich die Verpackungssammlung vorgesehen; die konkrete Sammlung vor Ort kann Gelber Sack, Gelbe Tonne oder Wertstofftonne heißen.
Eine Papierbanderole sollte nicht zwischen mehreren ineinandergesteckten Bechern verschwinden. Lege sie direkt zur Papiersammlung, sofern sie nach örtlicher Vorgabe dazugehört. Stecke Becher auch nicht absichtlich in Dosen oder andere Verpackungen. Unterschiedliche Materialien bleiben besser als einzelne Gegenstände erkennbar.
Am Essplatz einen Handgriff sparen
Wenn häufig mehrere Personen gleichzeitig Joghurt essen, kann ein kleiner Teller für abgezogene Deckel auf dem Tisch helfen. Er ist nur eine Zwischenablage, keine zusätzliche dauerhafte Müllstation. Beim Abräumen werden die leeren Teile sofort zugeordnet. Für Kinder lässt sich die Aufgabe mit einem tatsächlich verwendeten Becher zeigen, statt nur mit den Farben der Tonnen zu arbeiten.
Leere den Becher gründlich mit dem Löffel. Eine große Menge übrig gebliebenen Joghurts gehört nicht zusammen mit der Verpackung in die Sammlung. Achte beim Abziehen auf scharfe Folienränder und lass kleine Deckel nicht auf dem Boden liegen, wo Haustiere sie erreichen können.
Was sich beim nächsten Einkauf ändern lässt
Vergleiche nicht nur die Verpackung, sondern auch die Menge, die dein Haushalt verlässlich aufbraucht. Ein großer Becher ist wenig hilfreich, wenn ein erheblicher Teil darin verdirbt. Schreibe nach einer Woche kurz auf, welche Größen leer werden und welche Reste hinterlassen. Daraus ergibt sich eine passendere Einkaufsentscheidung als aus dem bloßen Eindruck, eine Packung sehe sparsam aus.
Mehrwegangebote können eine Möglichkeit sein, wenn die Rückgabe im Alltag funktioniert. Richte dafür einen eigenen Platz bei den Pfandflaschen ein. Bei einer Änderung bleibt die Grundroutine gleich: Inhalt verbrauchen, Rückgabe oder Entsorgung klären und die Verpackung nicht unbegrenzt in der Küche aufbewahren.



