Im Herbst steht ein ganzer Sack Laub bereit, im Sommer kommen täglich Gemüseschalen dazu. Genau diese ungleiche Verteilung macht die Kompostmischung zu einer Frage der Vorratshaltung. Du musst nicht bei jedem Gang zur Küche eine neue Rezeptur berechnen. Hilfreicher ist ein Platz für trockenes Material direkt neben dem Behälter, damit es beim Einfüllen griffbereit bleibt.
Die Begriffe beschreiben eine Aufgabe
Die US-Umweltbehörde EPA unterscheidet kohlenstoffreiche trockene Materialien wie Laub von stickstoffreicheren frischen Materialien wie Gemüseresten. Zur Mischung gehören außerdem Wasser und Luft. Die Farbe allein entscheidet deshalb nicht über die Zuordnung: Brauner Kaffeesatz ist kein Ersatz für einen Vorrat trockener Blätter.
Lege für deinen eigenen Garten eine kurze Liste mit tatsächlich anfallenden Materialien an. Drei Spalten reichen: regelmäßig vorhanden, nur saisonal vorhanden und gar nicht vorhanden. Eine Mischung, die ständig einen Zukauf voraussetzt, passt möglicherweise schlecht zu deinem Alltag. Nutze lieber die verfügbaren geeigneten Bestandteile und wähle für Überschüsse einen anderen zulässigen Weg.
Mit einem kleinen Vorrat arbeiten
Bewahre trockenes Material so auf, dass du es auch nach einem Regentag entnehmen kannst. Ein beschrifteter Vorratsbehälter neben dem Kompost spart Wege. Er sollte nicht mit der Sammlung für fertigen Kompost verwechselt werden. Halte die Öffnung zugänglich, statt sie hinter Gartengeräten oder übrig gebliebenen Pflanztöpfen zu verstecken.
Stelle beim Einfüllen die Küchenreste zuerst ab, nimm dann eine passende Portion des Vorrats und verteile beides im vorgesehenen Bereich. Löse dicht zusammenhängende Klumpen, soweit das ohne großen Aufwand möglich ist. Eine Schicht, die nur aus dem Inhalt eines vollen Rasensacks besteht, ist etwas anderes als eine gemischte Zugabe aus mehreren Materialien.
Nicht jeden Mangel mit einem Einkauf lösen
Fehlt dir regelmäßig trockenes Material, prüfe zunächst den Ablauf. Wurde im Herbst alles abgegeben, obwohl später ein Vorrat gebraucht wird? Ist der Vorratsplatz zu klein oder schlecht erreichbar? Eine andere Aufteilung des vorhandenen Platzes kann mehr bewirken als zusätzliche Behälter oder ein gekauftes Hilfsmittel.
Notiere nach größeren Zugaben kurz, was du verwendet hast. Dafür genügt ein Datum mit zwei Materialnamen. Wenn sich die Mischung später schwer bearbeiten lässt, kannst du auf eine konkrete Veränderung zurückschauen. Ändere beim nächsten Versuch nur einen Teil des Ablaufs. So lernst du deinen eigenen Kompost kennen, ohne aus jeder Küchenportion ein Messprojekt zu machen.



