Was heißt eigentlich weniger „Müll“?

Weniger Müll… heißt das, weniger Abfall, der im Mülleimer landet? So Gemüseabfälle und Plastikverpackungen? – Natürlich gehören diese Abfälle auch dazu. Doch das ganze Thema ist weit vielschichter als es scheint.

Hier habe ich das grobe Spektrum einer „Zero Waste Definition“ in eine Tabelle gepackt. Diese ist keinesfalls vollständig und wird ergänzt, wenn mir noch etwas dazu einfällt.

Welche Ideen habt ihr noch? Schreibt mir in den Kommentaren! 🙂

 

Arten der „Müll“-Vermeidung

Art

Beachte!

Lösung/Maßnahme

REDUZIEREN Reduktion von nicht verrottbaren bzw. nicht wieder der Natur zurückführbaren Materialien z.B. Plastik auf recyclefähige oder bestenfalls verrottbare Materialien bspw. für Garten-Kompost bei Produkten achten z.B. Holz
Reduktion von kurzlebigen Wegwerfartikeln z.B. Küchenrolle Investition in langlebige Produkte z.B. Möbel vom Schreiner statt vom Discount-Möbelhaus
Reduktion von umweltschädlichen Substanzen z.B. Deo-Spray beim Kauf auf die Zutatenliste schauen und möglichst bei bedenklichen Stoffen darauf verzichten, Produkte selbst herstellen z.B. Deocreme
Verzicht auf nicht dringend notwendige Produkte z.B. Toaster, Fernseher auf das Notwendigste beschränken
Reduktion von CO2-Ausstoß z.B. von Auto, Kreuzfahrtschiffen zu Fuß gehen, Fahrrad, E-Auto, E-Roller, Mitfahrgelegenheiten nutzen, Bus, Bahn, regional Urlaub machen, Flug- und Schiffsreisen vermeiden
WIEDERVER-WENDEN Weniger Produkte neu kaufen nach gebrauchten Produkten erkundigen auf Flohmärkten, in Kleinanzeigen im Internet oder Zeitung, bei Freunden/Familie
Vor dem Wegwerfen ggf. überlegen, ob das alte Produkt ggf. zu einem anderen Zweck zu gerbrauchen ist z.B. Plastikfolie,  Marmeladenglas Produkte upcyclen z.B. Tasche nähen aus Verpackungsfolie; Gläser, Taschen, Dosen u.s.w. reinigen und als Vorrats- oder Einkaufsbehälter weiternutzen
RECYCLEN Reduktion von schlecht recyclefähigen Materialien z.B. Verbundstoffe, Batterien Investition in mehrfach nutzbare Produkte z.B. Akkus (Hinweis: angeblich sind dogar manche „Batterien“ wiederaufladbar, auch wenn es nicht draufsteht, muss ich selbst noch testen), auf trennbare Materialien achten und diese auch „trennen“ z.B. Deckel vom Jogurtbecher
verschiedene Abfälle müssen richtig getrennt werden, sonst können sie nicht richtig recycelt werden verschiedene Trennsysteme vor Ort nutzen z.B. Rest-, Bio-, Papier- und Wertstofftonne/gelber Sack, Glas-, Dosen-, Kleidungs-, Schuhcontainer, ggf. beim Abfallwirtschaftsamt erkundigen,

 

Eine Übersicht und einen kleinen Einstieg zum Thema Zero Waste findest du auch unter grüne Gründe für weniger Müll.

 

Julia von O-Müll

Ich, Jahrgang 1997, gelernte §§-Tante im Büro und stolzes Landei möchte die Welt endlich ein kleines bisschen besser machen... mit dem Ziel, Fußspuren nicht zu verwischen, sondern weniger zu hinterlassen.

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2 Antworten

  1. Raphael sagt:

    Na ja… 😉 Ichhab seit Jahren z. B. keine Küchenrolle mehr gekauft und in der Zwischenzeit muss ich sagen, dass ich nicht mehr weiss, wozu ich das Ding überhaupt verwenden soll. Ichhab auch kein Smartphone. Ein Auro muss ich aus beruflichen leider haben, aber es wird halt immer wieder repariert und ist schon über 20 Jahre alt. usw. usw. Dabei bin ich kein Aussteiger, sondern hab einen ganz normalen Beruf mit durchschnittlichem einkommen.

    Man kann also schon ziemlich downgraden, man muss elt halt nur wollen.

    • Hallo Raphael, danke für deinen Kommentar! 🙂
      Das Schlimme ist, dass man vieles einfach nur aus reiner Gewohnheit heraus kauft/macht. Hier sollen solche „Zero Waste-Gedanken“ helfen, wieder erkennen zu können, was wir wirklich brauchen, was wir durch langlebigeres ersetzen können und was wir aussortieren können, weil man es eigentlich nicht braucht. Man kann diese Tabelle noch soo lang weiterführen…
      Mit der Autoreparatur ist auch sone Sache. Ich habe zurzeit auch meinen 9 Jahre alten Chevrolet Matiz (der übrigens mit 5-6l auf 100km auskommt) in der Werkstatt. Gibt ne Neue Lenkung, neue Bremsen und hinten neue Reifen. Wird so nen Tausender kosten. Das ist das Auto wahrscheinlich so ca. noch wert. Aber solange es danach wieder ein paar Jahre fährt kann man das investieren. 😉
      Du sagst es, man muss es eben wollen! Und da hat auch jeder seine eigene Schmerzgrenze. Deshalb soll sich jeder aus dieser Tabelle die Tipps herausnehmen, die er braucht. Jeder Schritt ist ein richtiger Schritt!

      Liebe Grüße, Julia

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