Mein Einkaufs- und Aufbewahrungsbehälter-Vorrat

Um perfekt fürs verpackungsfreie Einkaufen gerüstet zu sein, ist es sinnvoll, sich einen kleinen (oder größeren, je nach Sammel-Euphorie) Vorrat an Beuteln, Dosen und Gläsern zuzulegen.

Beutel sind praktisch zum unverpackt Einkaufen, da man sie unterwegs zusammenfalten kann. Außerdem sind sie in ihrer Form ein bisschen an den Inhalt anpassbar. In kleinere Beutelchen packe ich beispielsweise lose Streugüter wie Nüsse und Rosinen hinein. In mittlere Beutel Zwiebeln oder Knoblauch. In großen Beuteln kaufe ich wöchentlich meine 10 Äpfel ein oder Kartoffeln für zwei Wochen (man erkennt ganz leicht meine Vorlieben… 😉 )

Dosen eignen sich für den Einkauf von druckempfindlichen Lebensmitteln und weichen oder flüssigen Speisen. Ich kaufe in meinen Dosen Wurst und Käse  von der Metzgertheke ein. Mein Mittagessen packe ich ebenso in diese Dosen. Meine Lieblingsdose ist tatsächlich diese hier aus meinem Shop. Die ist schick, stabil, klasse verarbeitet und hat genau die richtige Form und Größe für meine Brote. Und der Deckel hält, was er halten soll.

In Gläsern kann man Streugüter und Trockenes gut aufbewahren. Und das Glas ist bei den meisten Lebensmitteln gratis dabei! Ich nutze Gläser von

  • Milch
  • Sahne
  • kleinen Sektflaschen
  • Fruchtsäften
  • Ketchup
  • Konserven wie Karottensalat
  • Pesto
  • Rotkraut
  • Apfelbrei
  • Nussnougataufstrich
  • Marmelade
  • u.s.w.

Auch zum Einkaufen im Unverpacktladen nehme ich gerne meine Schraubgläser mit. Später nutzt man sie gleich als Aufbewahrungsglas weiter. Man hat den Inhalt durch das durchsichtige Glas beim Kochen dann immer im Blick. Das Material Glas hat auch den entscheidenden Vorteil, dass man es zu nahezu 100% keimfrei bekommt. Wie das geht, habe ich euch unten kurz beschrieben. Auf einem schicken großen Regal (welches mir leider aus Platzmangel noch fehlt) können die Gläser auch noch richtig dekorativ aussehen!

Ansonsten habe ich noch alte Spülmittel- und Shampooflaschen aus Kunststoff, wo ich mein gemixtes Spül- oder Reinigungemittel reinfülle. Bei Lebensmitteln versuche ich Kunststoff weitgehend zu vermeiden.

Außerdem nützlich sind 10er und 6er-Eierkartons, um sich beim Bauernhof oder einem Hofladen unverpackt Eier mitzunehmen.

 

Was hab ich alles?

In meinem Vorrat findet ihr folgende Dinge:

  • gespülte Lebensmittel-Gläser mit Deckel (sozusagen kostenlos beim Lebensmittel inklusive)
  • Baumwollbeutel mit Zuziehkordel (gekauft)
  • selbstgenähte Baumwollbeutel (Stoff gekauft, Stoff geschenkt bekommen oder aus alten Reststoffen)
  • Edelstahldosen (gekauft oder geschenkt bekommen)
  • Tupperdosen (Altbestand, teilweise auch gebraucht gekauft)
  • Blechdosen mit Deckel (Kellerfund – „alte Keksdosen“)
  • getöpferte Keramiktöpfchen mit Deckel (gekauft auf dem Töpfermarkt) z.B. für Knoblauch und Zwiebeln
  • 4-6 Eierkartons

 

Wo lagere ich das alles?

Ich lagere meine Gläser und meine „Einkaufs“-Dosen in einer großen Kiste in meinem Vorratsregal bei den Konserven in der Abstellkammer.

Meine Stoff- und Einkaufsbeutel liegen zusammegefaltet in unserem Flurschränkchen jederzeit griffbereit.

Meine Keramiktöpfchen zieren dekorativ meine Küchenzeile bzw. stehen im Schrank. <3 Ich liebe diese Schmuckstücke!!

 

Wie gehe ich damit unverpackt einkaufen?

Meistens gehe ich nach der Arbeit zwischen 16 und 17 Uhr im Supermarkt einkaufen. Hierzu nehme ich mir schon frühs 1-2 Stoffbeutel mit. Je nachdem, ob auf unserer Einkaufsliste auf der Schiefertafel in unserer Küche noch Käse, Fleisch oder Wurst mit draufstehen, nehme ich noch Edelstahlboxen mit. Meine Einkaufsliste fotografiere ich mit meinem Handy von der Schierfertafel ab.

Damit ich im Markt nicht in Versuchung gerate, zu viel unnützes einzukaufen, verzichte ich meistens auf einen Wagen oder Korb. Ich nehme lediglich meine Beutel mit rein und gehe dann standardmäßig meistens mit einem Sack Äpfel, einem Sack Kartoffeln oder Gemüse wie Tomaten und ein paar Milch- und Jogurtgläsern raus. Die Kassiererin darf meine Sachen immer mit Beutel wiegen. Ich wurde aber auch schon gefragt, ob sie es einzeln wiegen soll, damit das Beutelgewicht nicht mitberechnet wird. Allerdings macht das bei meinen Äpfeln ca. 9 Cent aus und deshalb erspare ich der Mitarbeiterin den Aufwand.

Wenn das alles im Auto verladen oder ins Rollerfach gequetscht ist, gehe ich nochmal kurz mit meiner Dose an die Metzgertheke. Ich sage, was ich haben möchte und sttelle die Dose auf die Theke. Manche Verkäufer lassen die Ware tatsächlich nur direkt ohne Berührung dort hineinfallen. Viele aber nehmen die Box sogar mit hinter die Theke (hygienisch gesehen, gaaanz böse!), wiegen diese  ab und wiegen die Ware direkt dort hinein. Das hat oft den Vorteil für mich, dass die Verkäufer sogar die dünne Plastikfolie zum Abwiegen weglassen können. 🙂

Für frische Eier nehme ich meine gesammelten Eierschachteln mit zum Bauernhof. Dort klingele ich am Bauernhaus und melde an, etwas kaufen zu wollen. Kurze Zeit später kommt jemand aus der Bauernfamilie (mal die Bauern selbst, mal die Kinder oder der Opa…) und führt mich zu einer kleinen Hütte auf dem Bauernhof, in dem die Eier gelagert werden, denn dort ist es immer schön kühl. Auf mehreren Kartonebenen stapeln sich die losen Eier. Ich sage, wieviele ich brauche und suche mir selbst meine liebsten aus und lege sie in meine Eierschachtel. Dann wird in der Hütte gleich bar bezahlt; die Eier sind für 0,23 € pro Ei sogar günstiger als manche anderen Eier aus dem Supermarkt; und dann fahre ich heim.

Wenn ich viele Eier nehme, schenkt mir der „Opa“ aus der Bauernfamilie auch mal zusätzlich ein paar Eier. Leider nimmt er hierfür eine neue Schachtel; keine von meinen mitgebrachten, denn die sind da immer schon alle voll. Inzwischen habe ich bereits für meinen Geschmack etwas zu viele Schachteln daheim herumliegen, weil ich sie geschenkt bekommen habe. Das ist zwar sehr nett, weshalb ich auch immer schlecht „nein“ sagen kann, aber irgendwann muss auch mal Schluss sein, da ich das ja nicht möchte.

Komme ich mal in einen Unverpacktladen in Würzburg oder Aschaffenburg (jeweils 30-40km weit weg), habe ich immer die für meinen Einkauf passenden Behälter und Taschen dabei. Ziemlich praktisch und kompakt finde ich kleine Schraubgläser oder eben Stoffbeutel. Dort ist unverpackt Einkaufen ganz normal und jeder dort möchte Verpackung sparen, wobei mir wirklich noch nie direkt in einem anderen Laden aufgefallen ist, dass mich Personen komisch angucken wegen meiner Behälter. Somit wird man auch in verpackungsfreien Läden niemals schief angeguckt. Es wird lediglich manchmal über besonders schöne z.B. meine selbstgenähten Taschen gestaunt. Im Unverpacktladen kaufe ich z.B. gerne Gewürze, Nüsse, Kichererbsen (oder regionale Alternative: Platterbsen), Rosinen und Cornflakes. Man wiegt vorher sein Gefäß an der Waage ab und schreibt das Gewicht mir einem Stift darauf. Dann befüllt man dieses mit den gewünschten Dingen und an der Kasse wird das Gewicht des Behälters vom Gesamtgewicht wieder abgezogen. Dadurch wird nur das gewünschte Produkt berechnet.

 

Reinigung der Behälter

Damit deine Behälter bei der Neubefüllung auch frisch und keimfrei sind, solltest du sie hin und wieder reinigen. Wie ich das mache, habe ich euch hier kurz erläutert.

 

GläserFlaschen im Backofen Gläser auskochen unverpackt einkaufen

Gläser zuerst von Hand oder in der Spülmaschine mit Spülmittel oder Natron-Seifen-Mischung ausspülen.

Deckel von den Gläsern abschrauben und zur Seite legen. Die Gläser nun ohne Deckel in den vorgeheizten Backofen auf ein Gitter stellen. Bei 150°C für 15 Minuten im Backofen lassen. Achtung (sollte eigentlich logisch sein, aber ich habe mich auch schon verbrannt) beim Rausnehmen; Gläser sind sehr heiß! Diese nun langsam an der Luft abkühlen lassen (Nicht kalt abspülen! Glas kann sonst springen!).

Zum Entkeimen der Deckel kochendes Wasser in die Deckel gießen und 5 Minuten warten.

deckel schraubgläser auskochen wasser unverpackt einkaufen

 

Stoffbeutel

Baumwollbeutel bei 40°C, Polyesterbeutel bei 30°C und am besten auf links gedreht mit meinem Soda-Waschmittel in die Wäsche geben.

 

Dosen

Edelstahl– und Kunststoffdosen von Hand oder in der Spülmaschine mit Spülmittel oder Natron-Seifen-Mischung heiß spülen.

Blechdosen mit leicht feuchtem Tuch auswischen.

 

Keramiktöpfchen

Von Hand mit Spülmittel oder Natron-Seifen-Mischung heiß auswaschen.

 

 

Julia von O-Müll

Ich, Jahrgang 1997, gelernte §§-Tante im Büro und stolzes Landei möchte die Welt endlich ein kleines bisschen besser machen... mit dem Ziel, Fußspuren nicht zu verwischen, sondern weniger zu hinterlassen.

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